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Auch wenn der Sommer sich langsam dem Ende zuneigt, boten die Sommerempfänge des Apothekerverbands Nordrhein und der Ärztekammer Nordrhein am 2. September noch einmal Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Selbstverwaltung und Gesundheitswesen kamen in Düsseldorf zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und Kontakte zu pflegen.
Über 100 Gäste kamen in der Düsseldorfer Rheinterrasse für den Sommerempfang des Apothekerverband Nordrhein zusammen. Darunter auch Vizepräsidentin Kathrin Luboldt und Geschäftsführerin Dr. Sabine Viefhues sowie die Vorstandsmitglieder Dr. Katja Renner und Ioanis Hatzianastassiou. Aber auch viele bekannte Gesichter aus der Kammerversammlung konnte man beim Empfang antreffen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Grußwort von Oberstapotheker Peter Marth vom Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr. Vor dem Hintergrund der angespannten geopolitischen Lage sowie zunehmender Cyber- und hybrider Angriffe hob er die Bedeutung einer widerstandfähigen Gesundheitsversorgung hervor. Apotheken seien ein unverzichtbarer Teil der kritischen Infrastruktur und leisten täglich einen wichtigen Beitrag dazu, dass Lieferengpässe nicht zu Versorgungsengpässen werden. Sein Appell war klar: „Wir müssen vorbereitet sein!“ Die Frage sei nicht mehr, ob eine Krise eintreten könne. „Entscheidend ist, dass wir darauf vorbereitet sind, wenn es soweit ist.“
Auch der AVNR-Vorsitzende und ABDA-Präsident Thomas Preis nutze den Sommerempfang, um aktuelle berufspolitische Themen aufzugreifen. Er kritisierte die aus seiner Sicht wettbewerbsverzerrenden Werbe- und Rabattaktionen ausländischer Arzneimittelversender und forderte politischen Maßnahmen zum Schutz der wohnortnahen Arzneimittelversorgung durch die Apotheken vor Ort.
Im Anschluss ging es für die Vizepräsidentin Kathrin Luboldt und Geschäftsführerin, Dr. Sabine Viefhues, ins Ärztehaus zum Sommerempfang der Ärztekammer Nordrhein. Dort sprach Matthias Heidemeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, über die Zukunft des Gesundheitswesens und warb für mehr Optimismus. Ärztekammerpräsident Dr. Sven Dreyer kritisierte die finanziellen Einschnitte im Gesundheitswesen durch die Bundesregierung. Ihm sei bewusst, dass Reformen unabdingbar sind, nur hätte er sich ein anderes Vorgehen gewünscht. „Erst die Strukturen reformieren. Ein funktionierendes Gesundheitswesen ist Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und – ganz schlicht – dafür, dass Menschen im Krankheitsfall Hilfe bekommen."
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