ePrivacy and GPDR Cookie Consent by Cookie Consent

Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r (PKA)

Profil

1
PKA sind die rechte Hand der Apothekerin.

Der Tätigkeitsschwerpunkt des Pharmazeutisch-Kaufmännischen Angestellten liegt im kaufmännisch-organisatorischen Bereich einer Apotheke. Während der Ausbildung erwerben angehende PKA Kenntnisse in den Bereichen Warenwirtschaft, Bevorratung und Preisbildung, Lagerhaltung, Bearbeitung von Rechnungen und Umgang mit der EDV.

Auch mit wichtigen Zuarbeiten zur Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln werden die Auszubildenden vertraut gemacht. Die Beratung zu apothekenüblichen Waren, wie Kosmetika und Verbandmittel, gehört ebenfalls zu den Aufgaben eines PKA.

Bei der PKA handelt es sich um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, der keiner gesetzlich vorgeschriebenen Schulbildung als Zugangsvoraussetzung bedarf. Die Ausbildungsinhalte bauen jedoch auf dem Hauptschulabschluss auf. Viele der Auszubildenden haben einen mittleren Schulabschluss.

Daneben sind

  • eine gute Allgemeinbildung sowie

  • gute Kenntnisse in Deutsch,

  • Mathematik und

  • den naturwissenschaftlichen Fächern

Voraussetzung.

Interesse für pharmazeutische und kaufmännische Fragestellungen ist ebenso wichtig wie

  • Sorgfalt,

  • Zuverlässigkeit

  • und natürlich Teamfähigkeit.

Rechtsgrundlage für die Ausbildung ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur PKA vom 03. Juli 2012.

Die während der Ausbildungszeit zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur PKA verbindlich festgelegt. Es handelt sich dabei um Mindestanforderungen, die für die Erlangung des Berufsabschlusses notwendig sind.

Der Tätigkeitsschwerpunkt der PKA ist im kaufmännisch-organisatorischen Bereich der Apotheke angesiedelt. Dementsprechend werden der Auszubildenden Kenntnisse unter anderem zur Warenwirtschaft, z. B. Bestellung der Arzneimittel, Bevorratung und Preisbildung, Lagerhaltung unter Beachtung der Verfallsdaten, Lagerungstemperatur und besonderen Lagerungsorten, z. B. für Betäubungsmittel, sowie zur Bearbeitung von Rechnungen und Umgang mit der EDV vermittelt. Darüber hinaus wird sie mit Zuarbeiten zur Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln vertraut gemacht. Auch über die Besonderheiten des Arbeitsplatzes Apotheke und dessen Stellung im Gesundheitssystem sowie über die für sie relevanten rechtlichen Bestimmungen wird sie eingehend informiert.
Die praktische Ausbildung wird durch entsprechende fachbezogene Berufsschulfächer ergänzt.

Öffentliche Apotheke:

Der Großteil der PKA ist in öffentlichen Apotheken beschäftigt. Hier arbeitet die PKA unter Anleitung und Verantwortung des Apothekers und unterstützt ihn bei der Erfüllung seiner Aufgaben, besonders im kaufmännisch-organisatorischen Bereich. Sie überprüft den Arzneimittelbestand, gibt Bestellungen beim Großhandel oder direkt beim Hersteller auf, achtet auf ordnungsgemäße Lagerung der Arzneimittel und bearbeitet Rechnungen und Lieferscheine. Außerdem ist sie für die Präsentation der Waren im Verkaufsraum zuständig und darf apothekenübliche Waren, wie Körper- und Säuglingspflegemittel, Diätetika und Pflanzenschutzmittel, an die Kunden abgeben. Zur Abgabe von Arzneimitteln ist sie nicht befugt.

Außerhalb der öffentlichen Apotheke:

Außerhalb der öffentlichen Apotheke findet die PKA Berufsmöglichkeiten:

  • in Krankenhausapotheken

  • in der pharmazeutischen Industrie

  • in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens

  • im pharmazeutischen Großhandel

  • in Drogerien

Auf einer speziell für Jugendliche im Alter von 14 - 24 Jahren konzipierten Internetseite www.beroobi.de werden Tätigkeitsbereiche, Tagesablauf einer Pharmazeutische-kaufmännischen Angestellten, Voraussetzungen und Ausbildung in Foto- und Videosequenzen ausführlich gezeigt.

Die Berufsaussichten für PKA sind eng mit der Situation der Apotheken verknüpft. Im Moment sind die langfristigen Auswirkungen der anstehenden Gesundheitsreformen, in deren Ergebnissen mit einem Stellenabbau im Apothekenbereich zu rechnen ist, noch nicht abzuschätzen. Nichtsdestotrotz ist die PKA aufgrund ihrer Qualifizierzung ein unverzichtbarer Bestandteil des Apothekenteams. Der Frauenanteil ist im PKA-Beruf sehr hoch. Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit machen den Beruf gerade für Mütter interessant.

Zeugniserläuterungen PKA (europass)

Die Zeugniserläuterungen PKA wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung erstellt und sollen nach erfolgreicher Ausbildung den Auszubildenden zur Verfügung gestellt werden.

Die Europass Zeugniserläuterungen erleichtern es zu verstehen, was das berufliche Abschlusszeugnis im Hinblick auf die von der Inhaberin oder dem Inhaber erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen bedeutet. Das Dokument enthält eine Kurzbeschreibung der beruflichen Handlungsfähigkeit und die beruflichen Tätigkeitsfelder. Die Europass Zeugniserläuterungen sind besonders geeignet für mehr Transparenz bei Bewerbungen ins Ausland und erleichtern somit die Arbeitsaufnahme in anderen europäischen Ländern.

Downloads

Der Wissenszuwachs in Wissenschaft und Technik erfordert auch von der PKA ein stete Bereitschaft sich fortzubilden. Angebote findet sie hierfür bei den Apothekerkammern. Bei entsprechendem Bildungsabschluss hat sie auch die Möglichkeit sich zur PTA ausbilden zu lassen. Für ein Studium zur Diplom-Ingenieurin (FH) mit Schwerpunkt Pharmatechnik oder Pharmazeutische Chemie ist die Fachhochschulreife notwendig. Sofern sie eine Hochschulzugangsberechtigung, wie z. B. das Abitur, hat, kann sie auch das Pharmaziestudium an einer Universität anstreben.

Für Kolleg*innen, die einen berufskundlichen Vortrag für Schüler*innen und Eltern halten möchten

pka ABDA Referat
2

Sie finden die Präsentation im Power-Point-Format und die dazu gehörigen Infotexte als Word-Dokument unter www.abda.de/mitglieder/referate (www.abda.de) > Für Apotheker > Referate > ABDA-Login > Apothekenberufe). Sollten Sie mit dem ABDA-Login nicht zurecht kommen, helfen wir Ihnen gerne (E-Mail-Adressen in der rechten Spalte).

Downloads