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Apotheken-Protest in Düsseldorf

10.000 Menschen auf dem Burgplatz setzen ein starkes Signal an die Politik

Der gestrige bundesweite Apotheken-Protesttag setzte ein unübersehbares Zeichen: Allein auf dem Düsseldorfer Burgplatz versammelten sich rund 10.000 Menschen, um für die Einhaltung des Koalitionsvertrages und der damit verbundenen Fixums-Erhöhung zu demonstrieren. Die Kundgebung war Teil eines bundesweiten Aktionstags, der zeitgleich auch in Berlin, Hannover und München stattfand. Insgesamt beteiligten sich 25.000 Menschen an den Protesten in den vier Großstädten.

Eine große Gruppe von Menschen in weißen Arbeitskitteln steht dicht gedrängt bei einer öffentlichen Demonstration. Viele Personen halten Plakate mit roten und weißen Gestaltungselementen hoch. Die Schilder tragen Texte wie „0 % Honorar-Anpassung“, „Apotheken gibt’s nicht zum Nulltarif“ und „85 % mehr Kosten“. Im Hintergrund sind Gebäude und weitere Teilnehmende zu sehen. Die Szene spielt im Freien bei sonnigem Wetter.
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Düsseldorf: Früh gefüllter Burgplatz und enorme Resonanz

Obwohl der Apothekerverband Nordrhein e.V. als Organisator mit einer Ankunft der Teilnehmer ab 11 Uhr rechnete, zeigte sich sehr schnell, wie groß der Mobilisierungseffekt war: Bereits ab 10 Uhr war der Burgplatz deutlich gefüllt, lange bevor die ersten Redner die Bühne betraten.

Die Stimmung war zugleich kämpferisch und energiegeladen: Zahlreiche Plakate, weiße Kittel und das rote Apotheken-A prägten das Bild der der Kundgebung. Auch das bereitgestellte Protestmaterial war rasend schnell vergriffen, denn tausende Teilnehmende nutzen Schilder, Klatschpappen, Trillerpfeifen und Warnwesten, um ihren Forderungen lautstark Nachdruck zu verleihen.

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Impressionen vom Düsseldorfer Burgplatz

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ABDA-Präsident Thomas Preis machte auf dem Burgplatz den Ernst der Lage deutlich:

„Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif. Seit Jahren sind wir unterfinanziert, und das Apothekensterben schreitet voran.“

Er forderte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erneut auf, die Erhöhung des Fixums endlich umzusetzen und jährliche Honorarverhandlungen zu ermöglichen. Preis hob die Bedeutung der hochqualifizierten Versorgung hervor und erteilte abgespeckten Apothekenmodellen wie „Light-Apotheken“ oder PTA-geführten Vertretungen eine klare Absage.

Bundesweite Signale aus Berlin, Hannover und München

Auch in anderen Städten war der Protest deutlich spürbar:

  • Berlin: Rund 6.000 Teilnehmende laut Verbandsangaben; der Protestzug führte u.a. am Bundesgesundheitsministerium vorbei.

  • Hannover: Etwa 5.000 Menschen versammelten sich auf dem Opernplatz. Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden und Politik unterstützten die Forderungen. Auch AKNR- und BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann war vor Ort

  • München: Der Bayerische Apothekerverband sprach von rund 3.500 Protestierenden auf dem Odeonsplatz. Auch hier wurden deutliche Worte für eine faire Vergütung gefunden.

Gemeinsam sendeten die vier Städte ein kraftvolles Signal: Die Apotheken stehen geschlossen hinter ihren Forderungen nach fairer Honorierung und verlässlichen Rahmenbedingungen. Insgesamt beteiligten sich bundesweit rund 25.000 Menschen – ein klares Zeugnis für den Druck, unter dem der Berufsstand seit Jahren steht.

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Hinter den Kulissen: AKNR-Mitarbeitende unterstützen den Apothekenprotest

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