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07.02.2022

Apotheker impfen gegen Corona: Neues Angebot kommt schon heute bei den ersten Impflingen sehr gut an

Etwa jede vierte Apotheke ist dabei – Niedrigschwelliges Angebot sinnvoll

Düsseldorf. Ab dieser Woche wird in vielen der über 2.000 öffentlichen Apotheken im Kammerbezirk Nordrhein gegen Corona geimpft. Möglich macht dies die jüngste Änderung der Coronavirus-Impfverordnung, wonach nun auch öffentliche Apotheken in den Kreis der sogenannten Leistungserbringer aufgenommen worden sind.

„Die Politik hat so die wichtigen und richtigen Weichen gestellt, um die Impfquote zu erhöhen“, kommentiert Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, die Neuerung. „Das ist dringend nötig, um die Pandemie möglichst schnell zu beenden. Wir alle wollen unser normales Leben zurück – die Impfung ist der richtige Weg dafür.“

Apotheker Thomas Stephan impft einen Mann in Düsseldorf.
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Apotheker Thomas Stephan impft einen Mann in Düsseldorf.

Im Beisein von Dr. Hoffmann und dem Vorsitzenden des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, haben heute die ersten Menschen COVID-19-Schutzimpfungen von einem Apotheker in einer Düsseldorfer Apotheke erhalten. Viele betonten die unkomplizierte Terminvergabe, das gefalle ihnen. „Ich war hier, um Kopfschmerztabletten für die Hausapotheke zu besorgen“, berichtete ein Impfling, „und als ich gefragt wurde, ob ich geboostert bin, habe ich nein gesagt. Die Apothekerin hat dann gefragt, ob ich spontan geimpft werden möchte und ich habe ja gesagt.“ Die beiden Standesvertreter Thomas Preis und Dr. Armin Hoffmann freuten sich über dieses Erlebnis, das ein Beleg für das niederschwellige Angebot in der Apotheke ist. Aktuell beteiligt sich etwa jede vierte Apotheke im Kammerbezirk an der Aktion, langfristig ist damit zu rechnen, dass jede zweite Apotheke Impf-Angebote schaffen wird.

Mehr als 3.000 Apothekerinnen und Apotheker stehen in Nordrhein-Westfalen bereit, um Impfungen anzubieten. Die Schulungen der Apothekerkammern Nordrhein und Westfalen-Lippe wurden rege besucht und fortgesetzt. „Wir werden allen Kolleginnen und Kollegen ein Angebot machen. Der Inhalt der Schulungen wurde mit der Bundesärztekammer entwickelt und macht die Impfung durch Apothekerinnen und Apotheker genauso sicher wie beim Arzt“, bekräftigt Präsident Dr. Armin Hofmann.

Apotheker Alexander Großer impft eine Frau in Köln.
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Apotheker Alexander Großer impft eine Frau in Köln.

Für Apotheken im Rheinland ist das Thema Impfung nicht neu. Etliche hatten sich bereits am Modellprojekt „Grippe-Schutzimpfungen in Apotheken“ des Apothekerverbandes Nordrhein gegen Influenza beteiligt. „Viele Apothekerinnen und Apotheker, die hier bereits erste gute Erfahrungen sammeln konnten, sind jetzt auch dabei. Ich bin mir sicher, dass nach und nach immer mehr Kolleginnen und Kollegen, die alle Voraussetzungen erfüllen, Impfungen in ihren Betrieben möglich machen werden, um unser gemeinsames Ziel – das Coronavirus einzudämmen – zu erreichen“, dankt Kammerpräsident Dr. Armin Hoffmann dem Engagement und der Leistungsbereitschaft des Berufsstandes.

Welche Apotheken genau die COVID-19-Schutzimpfung anbieten werden, veröffentlicht der Deutsche Apothekerverband ab morgen auf der Internetseite www.mein-apothekenmanager.de, wo man sich schon jetzt über nahe gelegene Apotheken informieren kann, die Impfzertifikate ausstellen und Schnelltests anbieten.

Über uns: Apothekerkammer Nordrhein

Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts Trägerin der berufsständischen Selbstverwaltung der Apothekerinnen und Apotheker, die in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf tätig sind. Sie vertritt die Interessen der über 11.800 Kammerangehörigen, die in öffentlichen Apotheken, Krankenhäusern, Wissenschaft, Industrie und Verwaltung oder bei der Bundeswehr tätig sind. Die Apotheke vor Ort übernimmt eine hoheitliche Aufgabe: die sichere, vom Heilberuf getragene, wohnortnahe Versorgung der Menschen mit Arznei- und Hilfsmitteln, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.