Apotheker in Nordrhein unterstützen bundesweite Aktion zum Thema "Patientensicherheit"

Persönliche Beratung in der Apotheke von Angesicht zu Angesicht ist durch nichts zu ersetzen (Quelle: AVNR)

„Digitalisierung und Patientensicherheit“ – das ist das Thema des 4. Internationalen Tages der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September 2018 und der darauf folgenden Aktionswoche. Die Aktionswoche zum Internationalen Tag der Patientensicherheit wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Apotheker, Ärzte, Krankenhäuser und weitere Akteure im Gesundheitswesen wollen aufzeigen, wie Chancen der Digitalisierung für eine sichere Gesund-heitsversorgung der Patienten genutzt und Risiken vermieden werden können. „In der Aktionswoche werden wir unsere Patienten verstärkt über zentrale Leistungen der Apotheken für eine sichere Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung in Zeiten der Digitalisierung informieren“, erklärt Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein in Düsseldorf.

Mit digitalen Informationssystemen und vollautomatisierten Logistikprozessen im Apothekenalltag sind öffentliche Apotheken Vorreiter bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Digitale Datenbanken unterstützen Apothekerinnen und Apotheker schon jetzt bei der Durchführung von komplexen Medikationschecks, durch die mögliche Risiken und Nebenwirkungen erkannt werden kön-nen. Mit patientenorientierten Eigeninitiativen, wie z.B. ATHINA, engagieren sich die Apotheker in Nordrhein darüber hinaus für die Stärkung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). „Fragen Sie in Ihrer Apotheke einfach nach, ob sich Ihre Medikamente vertragen“, rät Lutz Engelen den Patienten, die mehrere Arzneimittel einnehmen.

Rund um die Uhr für die Patienten da: persönlich und flächendeckend
Arzneimittel sind aufgrund ihrer möglichen Risiken und Nebenwirkungen für den menschlichen Körper besonders beratungsbedürftig. Ein persönliches und kompetentes Beratungsgespräch von Angesicht zu Angesicht ist dabei durch nichts zu ersetzen. Das gilt sowohl für verschreibungspflichtige als auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. „Uns Apothekern vor Ort liegt die optimale Versorgung unserer Patienten mit dem größten Maß an Sicherheit und Datenschutz am Herzen. Unsere Versorgung mit Arzneimitteln ist persönlich und rund um die Uhr“, erklärt Lutz Engelen.

Digitalisierung muss Nutzen für Patienten stiften und Heilberufe unterstützen
Ärzte und Apotheker sind sich einig, dass die Digitalisierung sinnvoll eingesetzt viele Chancen bietet. Sinnvoll sind die Maßnahmen nur dann, wenn sie Nutzen für die Patienten stiften und die Heilberufe in ihrer Arbeit unterstützen. Sie haben dienenden Charakter und ersetzen nicht die persönliche, heilberufliche Entscheidung von Ärzten oder Apothekern. Vor diesem Hintergrund haben sich Ärzte und Apotheker schon im letzten Jahr darauf verständigt, diesen Prozess gemeinsam zu gestalten und ihre Kompetenzen einzubringen.

Elektronisches Rezept aktuell auf den Weg gebracht
Um ihre Vorreiterrolle bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter auszubauen, verfolgen Apotheker das Ziel, die flächendeckende und qualitätsgesicherte Arzneimittelversorgung patientenorientiert und digital weiterzuentwickeln und aktiv zu gestalten. Dazu gehört aktuell z. B. ein Zukunftskonzept zur Einführung eines elektronischen Rezeptes, das größtmögliche Daten-sicherheit bei allen digitalen Übertragungswegen und die freie Apothekenwahl für den Patienten gewährleistet.

Elektronischer Medikationsplan: Apotheker wollen Kompetenz einbringen
Mit Blick auf die geplante Einführung des elektronischen Medikationsplans im nächsten Jahr haben die Apotheker bereits deutlich gemacht, dass sie ihre pharmazeutische Kompetenz künftig aktiver einbringen wollen als es die Gesetzeslage heute beim Medikationsplan in Papierform zulässt. Somit könnten gefährliche Doppelverordnungen, Versorgungslücken und mögliche Wechsel-wirkungen deutlich verringert werden. Die Apotheken vor Ort können hierbei ein wichtiger Lotse zwischen Haus-, Fachärzten und dem Krankenhaus sein.

Digitales System zur Abwehr von Arzneimittelfälschungen im Februar 2019
Digitalisierung und Globalisierung haben aber auch Schattenseiten. So steigt die Anzahl gefährlicher Arzneimittelfälschungen, die über dubiose Internetversender zu den Patienten gelangen, seit Jahren besorgniserregend. Lutz Engelen stellt in diesem Zusammenhang klar: „Die inhabergeführte Apotheke vor Ort ist und bleibt der sicherste Bezugspunkt für Arzneimittel und trägt damit ganz besonders zur Patientensicherheit bei.“ Um diesen hohen Sicherheitsstandard weiterhin gewährleisten zu können, wird Anfang Februar 2019 in deutschen Apotheken ein digitales System zur Abwehr von Arzneimittelfälschungen an den Start gehen. „So sind wir auch für die Zukunft in Bezug auf gute und qualitativ hochwertige Arzneimittel hervorragend aufgestellt“, betont Lutz Engelen.

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