Nacht- und Notdienst im Krankheitsfall - Apotheken sorgen über Weihnachten und Neujahr für Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit Arzneimitteln

Immer in Ihrer Nähe: Der flächendeckende Nacht- und Notdienst der Apotheken (Quelle: ABDA)

Düsseldorf, 14.12.2017

Stille Nacht, Heilige Nacht, alles schläft, einer wacht – der Nacht- und Notdienst der Apotheken. Denn auch am 24. Dezember, während der Weihnachtsfeiertage und zu Neujahr werden Menschen plötzlich krank und benötigen sofort ihr Medikament. Und das rund um die Uhr. „Wer dringend ein Arzneimittel benötigt, wird in einer Notdienst-Apotheke versorgt“, versichert Lutz Engelen, Präsident der Apotheker in Nordrhein. Die Dienstbereitschaft der Notdienst-Apotheke dauert grundsätzlich 24 Stunden. Immer von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr am Folgetag.

Die nächstgelegene Notdienst-Apotheke lässt sich bequem per Kurzwahl 22 8 33 von jedem Handy (69 Cent pro Minute) oder unter der kostenlosen Rufnummer 0800 00 22 8 33 aus dem deutschen Festnetz finden. Eine SMS mit dem Inhalt „apo“ an die 22 8 33 (69 Cent pro SMS) führt auch zu dem gewünschten Ergebnis.

Unter www.apothekennotdienst-nrw.de und www.aponet.de steht die Notdienstsuche direkt auf der Startseite zur Verfügung.

Mit Smartphones lässt sich die App „Apothekenfinder“ über den PlayStore, AppStore und den WindowsMarket kostenlos herunterladen – hier findet man problemlos die nächste Notdienst-Apotheke.

„Wer gerade unterwegs ist, kann auch einfach an einer beliebigen Apotheke anhalten“, rät Lutz Engelen. „Jede Apotheke weist per Aushang auf die nächst gelegenen Notdienst-Apotheken hin“.

Antibiotika, Schmerzmittel und Medikamente gegen Erkältung und Magen-Darm-Beschwerden werden wahrscheinlich am häufigsten abgegeben, schätzt der Apotheker. „Besonders wichtig ist der Nacht- und Notdienst für Kinder und ihre Eltern“, erklärt Lutz Engelen. „Dies lässt sich am hohen Anteil der von Kinderärzten ausgestellten Rezepte ablesen.“

Lutz Engelen rät seinen Patienten, die Hausapotheke rechtzeitig vor den Feiertagen zu überprüfen und fehlende Arzneimittel oder Verbandsmaterial aufzufüllen. „Reichliches Festtagsessen und zu wenig Bewegung können den Griff in die Hausapotheke notwendig machen. Auch kleinere Verletzungen wie Schnittwunden, Verbrennungen oder Verbrühungen kommen während der Weihnachtszeit häufiger vor. Nicht zuletzt überfordert die oft nasskalte Witterung zu den Feiertagen manchmal doch das Immunsystem, insbesondere auch bei Kindern und Kleinkindern“, erläutert Engelen.

Für chronisch kranke Patienten ist es außerdem wichtig, sich rechtzeitig vor den Feiertagen vom Arzt alle notwenigen Medikamente verschreiben zu lassen. Viele Arztpraxen sind erfahrungsgemäß „zwischen den Jahren“ oft geschlossen. An den üblichen Werktagen haben alle Apotheken auch zwischen den Jahren tagsüber geöffnet. Zur Nacht gibt es dann jeweils einen eingeteilten Notdienst. „Von Weihnachten bis zum Neuen Jahr sind wir mit unserem hervorragend organisierten Notdienst für alle kranken Menschen gut erreichbar und helfen gerne“, so Engelen.

Die gesetzliche Notdienstgebühr beträgt 2,50 Euro und ist einmal pro Notdienst-Besuch zu entrichten, egal wie viele Rezepte vorgelegt bzw. wie viele Arzneimittel gekauft werden. Kreuzt der Arzt auf dem Rezept "noctu" an, macht er damit kenntlich, dass es sich um einen Notfall handelt. In diesem Fall wird die Gebühr von der Krankenkasse übernommen.

Der Nacht- und Notdienst der bundesweit 20.000 Apotheken garantiert eine flächendeckende Arzneimittelversorgung rund um die Uhr. Etwa 1.300 Apotheken versorgen pro Nacht, an Sonn- oder Feiertagen insgesamt 20.000 Patienten. Pro Jahr werden somit knapp 500.000 Notdienste geleistet und rund sieben Millionen Arzneimittel außerhalb der regulären Öffnungszeiten abgegeben.

„Die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln und die persönliche Beratung durch die Apotheke vor Ort an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr ist ein einzigartiger Service – nicht nur zu Weihnachten“, so Lutz Engelen.

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