Apotheken brauchen Schutz

Apothekerkammer Nordrhein reagiert auf Insolvenz der AvP Deutschland

Düsseldorf, 21.09.2020. Für das Düsseldorfer Unternehmen AvP Deutschland GmbH wurde Insolvenzantrag gestellt. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Strafanzeige erstattet habe. Derweil warten und bangen Tausende Apotheke-rinnen und Apotheker als Kunden der AvP um ihr Geld. Denn das Abrechnungs-zentrum wickelt das Zahlungsgeschäft zwischen ihnen und den Krankenkassen ab.

Die Sorgen und Nöte der Kammerangehörigen der Apothekerkammer Nordrhein haben Vorstand und Präsidium im Blick. „Die Turbulenzen bei dem Düsseldorfer Unternehmen beobachten wir mit einiger Sorge – Präsident und Vizepräsidentin beschäftigen sich intensiv mit den Vorgängen und sind im Dialog“, erklärt Jens Krömer, Sprecher der Apothekerkammer Nordrhein. Dass viele Apothekerinnen und Apotheker auf die Auszahlung von Umsätzen mit Rezepten warten, ist inakzeptabel und erschüttert das Vertrauen in die ansonsten zuverlässige Kooperation zwischen uns Heilberuflern und Abrechnungsstellen.

Selbstverständlich wird die Apothekerkammer Nordrhein betroffene Apotheke-rinnen und Apotheker im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Hierzu werden bereits intern intensive Gespräche geführt. Allerdings müsse auch gesagt werden, dass es sich um individuelle Verträge handelt. „Dass die Ärzte- und Apothekerbank, laut Meldung der Deutschen Presse-Agentur, Hilfe durch Kreditlinien und Überbrückungskredite in Aussicht gestellt hat, hat uns bei der Kammer sehr gefreut“, erklärte der Sprecher. Der Apothekerverband Nordrhein hat seine Mitglieder bereits informiert und wird im weiteren Verlauf über neue Entwicklungen informieren.

Die Kammer ist zuversichtlich, dass die Politik auf Landes- und Bundesebene – vor allem wegen der Ausmaße dieser Krisensituation – die Apothekerinnen und Apotheker nicht im Stich lassen wird. Betroffene Apotheken benötigen bei Bedarf einen Schutzschirm, Gespräche hierzu werden nach interner Koordination sicher zeitnah geführt werden müssen, um den Apotheken zu helfen.

Denn die flächendeckende Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln darf durch die Insolvenz von AvP auf keinen Fall gefährdet werden. Keine Apotheke darf in ihrem Bestand gefährdet werden. Daher kann gesagt werden: „Obwohl wir im Einzelfall nicht tätig werden können, werden auf politischer Ebene bereits intensiv Gespräche geführt und auch die zuständigen Stellen, wie etwa die BaFin, werden von uns – bei Bedarf – vollumfänglich bei ihrer Arbeit unterstützt.“

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