Apotheker in Nordrhein unterstützen die Corona-Warn-App und versorgen Patienten

Düsseldorf, 16.06.2020.

Lange hat es gedauert, jetzt ist sie da: Seit heute ist die Smartphone-App der Bundesregierung zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen verfügbar. Die Apothekerinnen und Apotheker in Nordrhein unterstützen die Initiative ausdrücklich. „Auch, wenn wir langsam zur Normalität zurück kehren sollte niemand meinen, dass Corona kein Thema mehr ist. Das Virus ist weiter gefährlich und digitale Helfer wie die Corona-Warn-App der Bundesregierung sind ein guter Baustein bei der Bekämpfung dieser Pandemie“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. Gerade in der Zeit der Lockerungen und auf dem Weg in eine verantwortungsvolle Normalität ist so ein modernes Instrument mehr als sinnvoll.

Da aktuell noch nicht klar ist, wann ein Impfstoff zur Verfügung steht, kommt es auf jede verfügbare Möglichkeit der Vorsorge an. Zugleich müsse man festhalten, dass mit Apps nicht alle Menschen erreicht werden können. „Viele haben kein Smartphone oder Bedenken in puncto Datensicherheit“, erklärt Hoffmann. Da sei die Beratung, Versorgung und Hilfestellung durch die Apotheken vor Ort besonders wichtig. Die rund 2.140 Apotheken in Nordrhein haben jeden Tag mehrere hunderttausend Patientenkontakte. „Wir sehen, dass die Menschen mehr denn je unseren Rat suchen.“

Zugleich haben die Apotheken vor Ort die Versorgung per Bote während der Covid-19- Pandemie massiv erhöht. In ganz Deutschland stieg die Nachfrage nach Botendiensten von rund 300.000 pro Tag auf 450.000. Auch in Nordrhein entspricht dies einer Steigerung von rund 50 Prozent. „Das gilt nicht nur für Risikogruppen, sondern für alle Patientinnen und Patienten.“

„Wir Apothekerinnen und Apotheker sind immer – auch nachts und am Wochenende mit unseren Notdiensten – für die Menschen da. Auch dann, wenn ihnen die technischen Möglichkeiten oder Fähigkeiten fehlen, mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen Schritt zu halten. Das gilt übrigens nicht nur in der Pandemie, sondern auch, wenn es um grundlegende Änderungen wie das E-Rezept oder andere regulatorische Änderungen geht.“

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