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Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r (PKA)

Profil

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PKA sind die rechte Hand der Apothekerin.

Der Tätigkeitsschwerpunkt des Pharmazeutisch-Kaufmännischen Angestellten liegt im kaufmännisch-organisatorischen Bereich einer Apotheke. Während der Ausbildung erwerben angehende PKA Kenntnisse in den Bereichen Warenwirtschaft, Bevorratung und Preisbildung, Lagerhaltung, Bearbeitung von Rechnungen und Umgang mit der EDV.

Auch mit wichtigen Zuarbeiten zur Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln werden die Auszubildenden vertraut gemacht. Die Beratung zu apothekenüblichen Waren, wie Kosmetika und Verbandmittel, gehört ebenfalls zu den Aufgaben eines PKA.

Für die Ausbildung zum PKA sind eine gute Allgemeinbildung sowie gute Kenntnisse in Deutsch, Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern Voraussetzung. Interesse für pharmazeutische und kaufmännische Fragestellungen ist ebenso wichtig wie Sorgfalt, Zuverlässigkeit und natürlich Teamfähigkeit.

Steckbrief zum Beruf des PKA

Die reguläre Ausbildungszeit beträgt 36 Monate. In einigen Fällen kann die Ausbildung schon vor Beginn der Ausbildung um sechs Monate verkürzt werden und zwar

  • Schulabschluss Abitur

  • Schulabschluss Fachhochschulreife

  • mindestens 12-monatiger Besuch einer PTA-Lehranstalt.

Außerdem besteht die Möglichkeit, durch eine vorgezogene Abschlussprüfung die Ausbildung um sechs Monate zu verkürzen. Dafür sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Durchschnitt der Berufsschulleistungen in den prüfungsrelevanten Fächern besser als 2,5

  • die Leistungen im ausbildenden Betrieb gut und besser sein.

In diesem Fall muss für eine vorgezogene Abschlussprüfung

  • im Winter (reguläres Ausbildungsende wäre im Sommer) bis zum 31. August

  • im Sommer (reguläres Ausbildungsende wäre Winter) bis
    zum 31. Januar

ein Antrag auf Verkürzung der Ausbildungszeit gestellt werden. Das Formular können Sie hier herunterladen.

Bei der PKA handelt es sich um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, der keiner gesetzlich vorgeschriebenen Schulbildung als Zugangsvoraussetzung bedarf. Die Ausbildungsinhalte bauen jedoch auf dem Hauptschulabschluss auf. Viele der Auszubildenden haben einen mittleren Schulabschluss.

Daneben sind

  • eine gute Allgemeinbildung sowie

  • gute Kenntnisse in Deutsch,

  • Mathematik und

  • den naturwissenschaftlichen Fächern

Voraussetzung.

Interesse für pharmazeutische und kaufmännische Fragestellungen ist ebenso wichtig wie

  • Sorgfalt,

  • Zuverlässigkeit

  • und natürlich Teamfähigkeit.

Rechtsgrundlage für die Ausbildung ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur PKA vom 03. Juli 2012.

Die während der Ausbildungszeit zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur PKA verbindlich festgelegt. Es handelt sich dabei um Mindestanforderungen, die für die Erlangung des Berufsabschlusses notwendig sind.

Tätigkeitsschwerpunkt im kaufmännisch-organisatorischen Bereich

Der Tätigkeitsschwerpunkt der PKA ist im kaufmännisch-organisatorischen Bereich der Apotheke angesiedelt. Dementsprechend werden der Auszubildenden Kenntnisse unter anderem zur Warenwirtschaft, z. B. Bestellung der Arzneimittel, Bevorratung und Preisbildung, Lagerhaltung unter Beachtung der Verfallsdaten, Lagerungstemperatur und besonderen Lagerungsorten, z. B. für Betäubungsmittel, sowie zur Bearbeitung von Rechnungen und Umgang mit der EDV vermittelt. Darüber hinaus wird sie mit Zuarbeiten zur Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln vertraut gemacht. Auch über die Besonderheiten des Arbeitsplatzes Apotheke und dessen Stellung im Gesundheitssystem sowie über die für sie relevanten rechtlichen Bestimmungen wird sie eingehend informiert.
Die praktische Ausbildung wird durch entsprechende fachbezogene Berufsschulfächer ergänzt.

Schriftliche Zwischenprüfung

Zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres wird in einer schriftlichen Zwischenprüfung der Ausbildungsstand der PKA-Schüler ermittelt in den Fächern:

  • Apothekenbetrieb und spezifische Rechtsvorschriften

  • Wareneingang und -lagerung

  • Arzneimittel

  • Apothekenspezifische Fachsprache

  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Abschlussprüfung

Vor der Apothekerkammer muss am Ende der Ausbildungszeit eine Abschlussprüfung abgelegt werden.

Schriftlich werden geprüft:

  • Apothekenbetriebslehre

  • Warensortimente und Verkauf

  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Mündlich werden geprüft:

  • Warenbewirtschaftung

  • Tätigkeiten nach der Apothekenbetriebsordnung

Den Download der Berichtsheftsvorlage, die in dieser Form von allen Auszubildenden verwendet werden kann, finden Sie hier.

Die Ausbildungsdauer beläuft sich auf 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. auf Grund der Vorbildung oder sehr guter Leistungen, kann die Ausbildungsdauer im Einzelfall verkürzt werden.

Die Ausbildung zur PKA erfolgt im dualen System, das bedeutet, dass die Auszubildende in einem Betrieb, in diesem Fall in einer öffentlichen Apotheke, praktisch ausgebildet wird und parallel dazu die Berufsschule besucht. Das Ausbildungsverhältnis wird zwischen dem ausbildenden Apotheker und der Auszubildenden in einem schriftlichen Ausbildungsvertrag festgehalten, der sowohl die Rechte als auch die Pflichten beider Vertragspartner niederlegt.

Die reguläre Ausbildungszeit beträgt 36 Monate. In einigen Fällen kann die Ausbildung schon vor Beginn der Ausbildung um sechs Monate verkürzt werden und zwar

  • Schulabschluss Abitur

  • Schulabschluss Fachhochschulreife

  • mindestens 12-monatiger Besuch einer PTA-Lehranstalt.

Außerdem besteht die Möglichkeit, durch eine vorgezogene Abschlussprüfung die Ausbildung um sechs Monate zu verkürzen. Dafür sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Durchschnitt der Berufsschulleistungen in den prüfungsrelevanten Fächern besser als 2,5

  • die Leistungen im ausbildenden Betrieb gut und besser sein.

In diesem Fall muss für eine vorgezogene Abschlussprüfung

  • im Winter (reguläres Ausbildungsende wäre im Sommer) bis zum 31. August

  • im Sommer (reguläres Ausbildungsende wäre Winter) bis
    zum 31. Januar

ein Antrag auf Verkürzung der Ausbildungszeit gestellt werden. Das Formular können Sie hier herunterladen.

Stadt

Adresse

Kontaktdaten

Bonn

Friedrich-List-Berufskolleg
Plittersdorfer Straße
53173 Bonn

Tel.: 0228 777200
Fax: 0228 777204
www.flb-bonn.de

Düsseldorf

Städtisches Berufskolleg Bachstraße
Bachstraße 8
40223 Düsseldorf

Tel.: 0211 8922411
Fax: 0211 8929641
www.bkb-duesseldorf.de

Duisburg

Gertrud-Bäumer-Berufskolleg
Klöckner Straße 48-50
47057 Duisburg

Tel.: 0203 31733-1202
Fax: 0203 31733–1209
www.gbbk.de

Eschweiler

Berufskolleg des Kreises Aachen in Eschweiler
August-Thyssen-Straße 15
52249 Eschweiler

Tel.: 02403 60970
Fax: 02403 21674
www.bk-eschweiler.de

Köln

Barbara-von-Sell-Berufskolleg
Niehler Kirchweg 118
50733 Köln-Nippes

Tel.: 0221 8201100
Fax: 0221 22195375
www.bvs-bk.de

Krefeld

Berufskolleg Kaufmannsschule der Stadt Krefeld
Neuer Weg 121
47803 Krefeld

Tel.: 02151 76580
Fax: 02151 765830
www.kaufmannsschule.de

Mönchengladbach

Berufskolleg Volksgartenstraße
Volksgartenstraße 124
41065 Mönchengladbach

Tel.: 02161 493930
Fax: 02161 4939393
www.bkvgs.de

Wuppertal

Berufskolleg Elberfeld der Stadt Wuppertal
Bundesallee 222
42103 Wuppertal

Tel.: 0202 5636166
Fax: 0202 5638016
www.berufskolleg-elberfeld.de

Der Aufruf mit den erforderlichen Anmeldeunterlagen zu den jeweiligen Prüfungen erfolgt zeitnah durch die Apothekerkammer Nordrhein. Eine separate Anmeldung ist nicht erforderlich.

Informationen z. B. Zulassung zur Prüfung, Möglichkeiten der vorgezogenen Abschlussprüfung und vieles mehr, kann in der Prüfungsordnung eingesehen werden.

Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf fünf Prüfungsbereiche. Dabei sind "Geschäfts- und Leistungsprozesse in der Apotheke", "Warensortiment" und "Wirtschafts- und Sozialkunde" schriftlich zu absolvieren, der Prüfungsbereich "Warenwirtschaft" praktisch mit einem situativen Prüfungsgespräch und der Prüfungsbereich "Beratungsgespräch" lediglich mündlich.

Die Zwischenprüfung ist in den beiden Prüfungsbereichen "Preisbildung" und Beschaffung von Arzneimitteln und apothekenüblichen Waren" abzulegen. Für die Zwischenprüfung wurde – gemäß den Vorgaben der Experten des Bundesinstituts für Berufliche Bildung (BiBB) in Bonn – lediglich eine Durchführungsempfehlung.

Die Erfahrung aus dem Unterricht und der Zusammenstellung der Prüfungsfragen der Abschluss- und Zwischenprüfungen hat gezeigt, dass Ausbildungsinhalte aus dem Lernfeld 2 „Die eigene Rolle im Unternehmen mitgestalten“ nicht nur in den Zwischenprüfungen, sondern auch in den Abschlussprüfungen ab 2016 als prüfungsrelevant zu berücksichtigen sind. Grundsätzlich können in der Abschlussprüfung Inhalte aus allen Bereichen gefragt werden (wie auch bisher geschehen). Eine detaillierte Aufstellung wurde allen Lehrer und Auszubildenden in den Berufsschulen zur Verfügung gestellt.

Einen Antrag auf Benutzung eines zweisprachigen Wörterbuches während der schriftlichen Prüfung können Sie hier herunterladen.

Downloads

Öffentliche Apotheke:

Der Großteil der PKA ist in öffentlichen Apotheken beschäftigt. Hier arbeitet die PKA unter Anleitung und Verantwortung des Apothekers und unterstützt ihn bei der Erfüllung seiner Aufgaben, besonders im kaufmännisch-organisatorischen Bereich. Sie überprüft den Arzneimittelbestand, gibt Bestellungen beim Großhandel oder direkt beim Hersteller auf, achtet auf ordnungsgemäße Lagerung der Arzneimittel und bearbeitet Rechnungen und Lieferscheine. Außerdem ist sie für die Präsentation der Waren im Verkaufsraum zuständig und darf apothekenübliche Waren, wie Körper- und Säuglingspflegemittel, Diätetika und Pflanzenschutzmittel, an die Kunden abgeben. Zur Abgabe von Arzneimitteln ist sie nicht befugt.

Außerhalb der öffentlichen Apotheke:

Außerhalb der öffentlichen Apotheke findet die PKA Berufsmöglichkeiten:

  • in Krankenhausapotheken

  • in der pharmazeutischen Industrie

  • in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens

  • im pharmazeutischen Großhandel

  • in Drogerien

Auf einer speziell für Jugendliche im Alter von 14 - 24 Jahren konzipierten Internetseite www.beroobi.de werden Tätigkeitsbereiche, Tagesablauf einer Pharmazeutische-kaufmännischen Angestellten, Voraussetzungen und Ausbildung in Foto- und Videosequenzen ausführlich gezeigt.

Die Berufsaussichten für PKA sind eng mit der Situation der Apotheken verknüpft. Im Moment sind die langfristigen Auswirkungen der anstehenden Gesundheitsreformen, in deren Ergebnissen mit einem Stellenabbau im Apothekenbereich zu rechnen ist, noch nicht abzuschätzen. Nichtsdestotrotz ist die PKA aufgrund ihrer Qualifizierzung ein unverzichtbarer Bestandteil des Apothekenteams. Der Frauenanteil ist im PKA-Beruf sehr hoch. Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit machen den Beruf gerade für Mütter interessant.

Zeugniserläuterungen PKA (europass)

Die Zeugniserläuterungen PKA wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung erstellt und sollen nach erfolgreicher Ausbildung den Auszubildenden zur Verfügung gestellt werden.

Die Europass Zeugniserläuterungen erleichtern es zu verstehen, was das berufliche Abschlusszeugnis im Hinblick auf die von der Inhaberin oder dem Inhaber erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen bedeutet. Das Dokument enthält eine Kurzbeschreibung der beruflichen Handlungsfähigkeit und die beruflichen Tätigkeitsfelder. Die Europass Zeugniserläuterungen sind besonders geeignet für mehr Transparenz bei Bewerbungen ins Ausland und erleichtern somit die Arbeitsaufnahme in anderen europäischen Ländern.

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Der Wissenszuwachs in Wissenschaft und Technik erfordert auch von der PKA ein stete Bereitschaft sich fortzubilden. Angebote findet sie hierfür bei den Apothekerkammern. Bei entsprechendem Bildungsabschluss hat sie auch die Möglichkeit sich zur PTA ausbilden zu lassen. Für ein Studium zur Diplom-Ingenieurin (FH) mit Schwerpunkt Pharmatechnik oder Pharmazeutische Chemie ist die Fachhochschulreife notwendig. Sofern sie eine Hochschulzugangsberechtigung, wie z. B. das Abitur, hat, kann sie auch das Pharmaziestudium an einer Universität anstreben.

Bundesprogramm Ausbildungsplätze

Corona beeinflusst die Ausbildungsaktivitäten auch im Jahr 2021, weshalb finanzielle Fördermaßnahmen verlängert und die bestehenden Fördermaßnahmen noch ausgeweitet werden:

  • Bei einem Ausbildungsbeginn ab 1. Juni 2021 und bis zum 15. Februar 2022 werden die Prämien verdoppelt. Das heißt, für einen abgeschlossenen Ausbildungsvertrag kann eine Förderung von 4.000 Euro beantragt werden. Wird das Ausbildungsangebot des Betriebes erhöht, beträgt die Prämie 6.000 Euro.

  • Die Übernahmeprämie für Betriebe, die Auszubildende pandemiebedingt von anderen Ausbildungsbetrieben übernehmen, wurde auf 6.000 Euro verdoppelt und bis zum Ende des Jahres 2021 verlängert.

  • Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung werden erweitert und bis Ende 2021 verlängert. Um Auszubildende beim erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu unterstützen, werden Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung auch während einer Teilnahme an Prüfungsvorbereitungskursen gezahlt.

Nähere Informationen zu den Voraussetzungen und Möglichkeiten finden Sie hier auf der Homepage der Arbeitsagentur. Außerdem berät Sie Ihre Arbeitsagentur vor Ort.

Für Kolleg*innen, die einen berufskundlichen Vortrag für Schüler*innen und Eltern halten möchten

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Sie finden die Präsentation im Power-Point-Format und die dazu gehörigen Infotexte als Word-Dokument unter www.abda.de/mitglieder/referate (www.abda.de) > Für Apotheker > Referate > ABDA-Login > Apothekenberufe). Sollten Sie mit dem ABDA-Login nicht zurecht kommen, helfen wir Ihnen gerne (E-Mail-Adressen in der rechten Spalte).

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