Persönliche Beratung

Persönliche Beratung

Gesetzliche Verpflichtung

Apotheker sind gesetzlich verpflichtet, ihre Patientinnen und Patienten über Arzneimittel zu informieren und zu beraten. Die Beratung soll vor allem die Arzneimittelsicherheit gewährleisten. Dazu gehören die Beratung über die sachgerechte Anwendung des Medikaments, Informationen zu möglichen Neben- und Wechselwirkungen sowie wichtige Informationen zu Aufbewahrung und Entsorgung. 

Bei der Beratung in der Apotheke sind zwei Szenarien zu unterscheiden:

  • die Abgabe von Arzneimitteln auf ärztliche Verordnung, d. h. gegen Vorlage eines Rezepts
  • die Abgabe von Arzneimitteln im Rahmen der Selbstmedikation der Patienten

Rezept

Apotheker haben die Pflicht, jedes Rezept kritisch zu prüfen. Sie dürfen nicht einfach darauf vertrauen, dass der Arzt alles richtig gemacht hat. Stellen sie z. B. eine schwere Wechselwirkung zwischen den auf einem Rezept verordneten Medikamenten fest oder ist eine falsche Dosierung angegeben, müssen sie mit dem entsprechenden Arzt Rücksprache halten. Apotheker haften bei groben Verordnungsfehlern der Ärzte mit.

Rezeptfreie Medikamente

Häufig gelten rezeptfreie Medikamente als harmlos. Aber auch sie können unter Umständen gefährlich werden. Der Apotheker muss in jedem Einzelfall abklären, ob die von dem Patienten gewünschten Arzneimittel für diesen überhaupt geeignet sind und wann ein Arztbesuch anzuraten ist. Auch muss die Gefahr möglicher Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, die der Patient regelmäßig einnimmt, geklärt werden. Die Beratung über die sachgerechte Anwendung des Medikaments sowie über dessen Aufbewahrung und Entsorgung gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Apothekers.

Datenbank

Über 60.000 apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel sind in Apotheken verfügbar. Zu jedem einzelnen Wirkstoff dieser Arzneimittel gibt es zahlreiche beschriebene Wechselwirkungen, die bei der Einnahme von mehreren Präparaten eintreten können. Apotheker können auf eine Datenbank zurückgreifen, die bei der ersten Einschätzung möglicher Wechselwirkungen hilft. Der Apotheker muss diese Informationen mit seinem Wissen und seiner Erfahrung jedoch selbst bewerten.