Weiterbildung

Apotheker unterscheiden - ebenso wie andere akademische Heilberufe - zwischen Fort- und Weiterbildung. Die Weiterbildung ist eine praxisbezogene Spezialisierung in einem pharmazeutischen Gebiet.

Wer nach Abschluss der Ausbildung die Approbation als Apotheker/in in der Tasche hat, kann parallel zur aktiven Berufsausübung, also im Rahmen eines hauptberuflichen Arbeitsverhältnisses, sein tätigkeitsbezogenes Fachwissen erweitern und vertiefen. Die höhere Qualifikation in einem solchen Spezialgebiet wird in einer Prüfung nachgewiesen; der erfolgreiche Abschluss berechtigt zum Führen einer Fachapothekerbezeichnung.

Fachapotheker - wie wird man das?

Die Spielregeln der Weiterbildung sind in den Weiterbildungsordnungen der Landesapothekerkammern festgelegt (Weiterbildungsordnung der Apothekerkammer Nordrhein). Darüber hinaus beschreiben Empfehlungen der Bundesapothekerkammer den bundeseinheitlichen Standard.

Wichtige Regelungen im Überblick

  • Weiterbildung erfolgt in praktischer Berufstätigkeit
  • ergänzt durch theoretische Unterweisung
  • Betreuung durch einen eigens für das jeweilige Weiterbildungsgebiet ermächtigten Apotheker
  • Weiterbildung in einer für das Weiterbildungsgebiet geeigneten  (ermächtigten) Weiterbildungsstätte
  • Mindestdauer der Weiterbildung beträgt 36 Monate (bei einer hauptberuflichen ganztägigen Tätigkeit)
  • bei einer Teilzeitbeschäftigung verlängert sich die Weiterbildungszeit
  • es sind Seminare zu besuchen
  • Mindestumfang der Seminare derzeit 120 Stunden je Gebiet

Welche Spezialisierungsrichtungen gibt es?

Durch eine Weiterbildung kann man sich als Apotheker in bestimmten Gebieten (Fachapotheker) und Bereichen (Zusatzbezeichnung) qualifizieren. Apothekerinnen und Apothekern stehen bislang neun Gebiete offen:

  • Allgemeinpharmazie
  • Klinische Pharmazie
  • Pharmazeutische Analytik
  • Pharmazeutische Technologie
  • Arzneimittelinformation
  • Toxikologie und Ökologie
  • Theoretische und Praktische Ausbildung
  • Klinische Chemie
  • Öffentliches Gesundheitswesen

Ergänzend zu einer oder mehreren Gebietsbezeichnungen kann man in folgenden Bereichen eine Zusatzbezeichnung erwerben:

  • Prävention und Gesundheitsberatung
  • Geriatrische Pharmazie
  • Ernährungsberatung
  • Naturheilverfahren und Homöopathie
  • Onkologische Pharmazie
  • Infektiologie

Einschränkend gilt: Länderbedingt bestehen zwischen den einzelnen Weiterbildungsordnungen durchaus Unterschiede; so kann man nicht jede der oben genannten Bezeichnungen in allen Kammerbezirken erwerben. Maßgeblich ist die Weiterbildungsordnung der jeweiligen Apothekerkammer.

 

Was nützt mir die Weiterbildung

Mit Abschluss der Ausbildung und dem Erhalt der Approbation ist das pharmazeutische Lernen nicht abgeschlossen - eigentlich ist das erst der Startschuss. Berufserfahrung zu gewinnen und das eigene Wissen stets auf aktuellem Stand zu halten, ist eine Herausforderung, der man sich ein Berufsleben lang stellen muss. Je nach Wahl des Arbeitsplatzes und des Berufsfeldes werden darüberhinaus zusätzliche Spezialkenntnisse gefordert. Die Weiterbildung vermittelt strukturiert dieses vertiefende Know-how, das der/die Apotheker/in nach erfolgreichem Abschluss durch die erweiterte Berufsbezeichnung belegen kann. Das Blättern auf den weiteren Seiten lohnt sich also: der nähere Blick macht deutlich, welche weitreichenden Inhalte die einzelnen Gebiete und Bereiche umfassen.

Neben dem persönlichen Nutzen gibt es auch Vorteile für den gesamten Berufsstand. Unser Gesundheitswesen steht vor vielfältigen Problemen. Die Finanzierung wird immer schwieriger und die Konkurrenz zwischen den einzelnen Disziplinen immer größer. Qualitätsnachweise für die zu erbringenden Leistungen sind in vielen Feldern längst Realität. Durch die Weiterbildung können ureigene pharmazeutische Inhalte und Tätigkeitsfelder aktiv besetzt werden.

Ansprechpartner

Dr. Georg Keller

Leiter des Geschäftsbereiches Weiterbildung/QMS

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Barbara Luckow

Geschäftsbereich Weiterbildung

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Katja Poerschke

Geschäftsbereich Weiterbildung

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