Schutzmaßnahmen Apotheke

Update BAK-Empfehlungen zum Arbeitsschutz vom 04.05.2020

Die aktualisierten BAK-Empfehlungen finden Sie hier.

Klimaanlagen

Dazu heißt es im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) (Stand: 16.04.2020):

"3. Lüftung
Regelmäßiges Lüften dient der Hygiene und fördert die Luftqualität, da in geschlossenen Räumen die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen kann. Durch das Lüften wird die Zahl möglicherweise in der Luft vorhandener erregerhaltiger, feinster Tröpfchen reduziert.

Besondere Hinweise zu Raumlufttechnischen Anlagen (RLT):
Das Übertragungsrisiko über RLT ist insgesamt als gering einzustufen. Von einer Abschaltung von RLT insbesondere in Räumen, in denen sich möglicherweise Infizierte aufhalten, rät das BMAS ab, da dies zu einer Erhöhung der Aerosolkonzentration in der Raumluft und damit zur Erhöhung des Infektionsrisikos führen kann."

Der Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte empfiehlt grundsätzlich eine gute Lüftung der Räume mit hohem Außenluftanteil. Bitte beachten Sie die

Empfehlungen des RLT zum "Betrieb Raumlufttechnischer Anlagen unter den Randbedingungen der aktuellen Covid-19-Pandemie"

Achtung: Die Empfehlungen vom 24.03.2020 wurden inzwischen aktualisiert und präzisiert (aktueller Stand vom 24.04.2020), Sie finden die aktuelle Version 2 unter diesem Link

 

Aktualisierung der BAK-Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen
Als Biostoff der Risikostufe 3 erfordern Tätigkeiten mit möglichem Kontakt zu SARS-CoV-2 das Tragen einer FFP2-Maske. Die BAK-Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen sind am 08.04.2020 entsprechend aktualisiert worden (Tätigkeitsstandard Offizin S. 7, Tätigkeitsstandard Botendienst S. 9 und Schutzausrüstung S. 15 – 16), auch wenn FFP2-Masken derzeit nicht zur Verfügung stehen bzw. priorisiert verteilt werden.

Schutzmaßnahmen Apotheke
(s. auch 7. AKNR-Coronavirus-Rundfax vom 17.03.2020)

Durch sachgerechtes und risikoangepasste Maßnahmen können Apothekenpersonal und Patienten gemeinsam dazu beitragen, den Versorgungsauftrag einer Apotheke zu sichern und einer Quarantänesituation vorzubeugen.

Besonders hervorheben möchten wir folgende Maßnahmen für die öffentlichen Apotheken:

Patientenaushänge im Eingangsbereich der ApothekeMöglicherweise infizierte Patienten sollen die Apotheke nicht betreten. Für die übrigen Patienten gelten in der Apotheke die Hinweise zum richtigen Verhalten während einer Pandemie (Abstand halten, Husten-und Niesetikette, häufiges und gründliches Händewaschen). Das Plakat mit Verhaltensregeln für Patienten finden Sie hier.

Abstand haltenSorgen Sie für größtmöglichen räumlichen Abstand zwischen Mitarbeitern und Patienten (≥2 m). Zusätzliche Barrieren wie Plexiglasscheiben auf Gesicht- oder Körperhöhe können eine Option sein.

Händehygiene Hygienische Händedesinfektion mit geeigneten Händedesinfektionsmitteln

  • bei direktem Kontakt mit Verdachtsfällen oder erkrankten Patienten
  • bei direktem Kontakt mit kontaminierten Gegenständen (z.B. Geld, Rezept, Taschentüchern) bzw. sonstigem Kontakt mit Krankheitserregern oder wenn sich ein Kontakt mit Krankheitserregern nicht ausschließen lässt
  • vor der Nahrungsaufnahme.

Bitte beachten Sie auch die ausführlichen Empfehlungen zur Händedesinfektion in den Empfehlungen der BAK zu Arbeitsschutzmaßnahmen während der COVID-19-Pandemie (S. 14).

Wenn möglich, verstärkt kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten (z.B. mittels Karte oder Smartphone) anbieten (Oberfläche des Kartenzahlgeräts regelmäßig desinfizieren).

Flächendesinfektion

  • Ist der HV-Tisch freigeräumt und alle Flächen für eine mehrmals tägliche Flächendesinfektion mit einem geeigneten Flächendesinfek-tionsmittel vorbereitet?
  • Haben Sie den Hygieneplan um zusätzlich notwendige Maßnahmen ergänzt?

Bitte beachten Sie auch die ausführlichen Empfehlungen zur Flächendesinfek-tion in den Empfehlungen der BAK zu Arbeitsschutzmaßnahmen während der COVID-19-Pandemie (S. 14).  
Personaleinsatz
Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt auf die notwendige Zahl beschränken. Wenn möglich, getrennte Schichten einrichten, um das Quarantänerisiko zu reduzieren.  
Botendienst anbieten, versorgungsnotwendige Fälle priorisieren
Beispiele für versorgungsnotwendige Fälle: ältere, multimorbide Patienten, Patienten mit anderweitig erhöhtem Risiko, Patienten in Quarantäne

  • möglichst den direkten Kontakt mit Patienten vermeiden,
  • Abstand (≥ 2 Meter) einhalten
  • Wohnung nicht betreten
  • Übergabe inklusive Zahlung möglichst kontaktlos organisieren
  • Schutzmaßnahmen für Boten sicherstellen
  • Boten in Maßnahmen zur Hygiene und zum Arbeitsschutz unterweisen, insbesondere:
    • korrekte Händedesinfektion nach jeder Zustellung,
    • Einmalhandschuhe, z.B. für die Entgegennahme von Rezepten, ggf. Transport in Hüllen
    • Mund-Nasen-Schutz, ggf. FFP2-Maske tragen (ausführliche Empfehlungen dazu auf S. 16 - 17 der BAK-Arbeitsschutzmaßnahmen).

Öffnungszeiten anpassenIn Abhängigkeit von der Personallage ggf. Öffnungszeiten auf die Pflichtöffnungszeiten reduzieren.  

Pflichtöffnungszeiten für die Apotheken im Kammerbereich Nordrhein:

Wochentag Uhrzeit
 Mo, Di, Do, Fr  09 - 12 Uhr und 15 - 18 Uhr
 Mittwoch 09 - 12 Uhr
 Samstag  keine Verpflichtung zur Öffnung



 

 


Zugangsbeschränkung

  • ggf. nur eine begrenzte Anzahl Patienten gleichzeitig in die Offizin lassen.
  • Die Versorgung durch die Notdienstklappe wird nicht empfohlen!


Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Die BAK-Arbeitsschutzmaßnahmen empfehlen

  • das Tragen eines Arbeitskittels (ausführliche Empfehlungen dazu auf S. 15)
  • sind Barrieren nicht möglich und kann im HV-Bereich der Mindestabstand zu den Patienten nicht eingehalten werden, sind FFP2-Masken zu tragen (ausführliche Erläuterungen dazu auf S. 16 - 17)
  • kann der Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Mitarbeitern in der Apotheke nicht eingehalten werden, ist Mund-Nasen-Schutz zu tragen (ausführliche Erläuterungen dazu auf S. 17)
  • das Tragen von medizinischen Einmalhandschuhen aus hygienischen Gründen in der Offizin wird nicht explizit empfohlen, kann aber individuell erwogen werden. Lediglich das Tragen chemikalienbeständiger Schutzhandschuhe für die Flächendesinfektion und Reinigung (näheres dazu auf S. 15) wird empfohlen


Entscheidung über Beschäftigungsbeschränkungen für Schwangere, Stillende und Jugendliche
SARS-CoV-2 gehört zu den luftübertragbaren Erregern der Risikogruppe 3. Daraus folgt, dass Sie als Apothekenleiter/in in Abhängigkeit vom Ergebnis Ihrer Gefährdungsbeurteilung eine Entscheidung über eine Beschäftigungs-beschränkung (z.B. nur Back Office Bereich, kein Patientenkontakt) bis zu einem Beschäftigungsverbot für Schwangere, Stillende und Jugendliche treffen müssen. Ihre Entscheidung und die Gründe sind zu dokumentieren.

Bitte beachten Sie, dass für Ihre Entscheidung die aktuelle Gefährdungslage ausschlaggebend ist. Die Anpassung an eine geänderte Gefährdungslage ist notwendig. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in den BAK-Arbeitsschutzmaßnahmen auf S. 3 –4.

BAK-Empfehlungen zu Arbeitssschutzmaßnahmen während der COVID-19-PandemieIn den BAK-Empfehlungen werden folgende Tätigkeitsstandards beschrieben:

  • AM-Abgabe in der Offizin während einer COVID-19-Pandemie (S. 7 –8)
  • AM-Abgabe im Botendienst während einer COVID-19-Pandemie (S. 9 –10)
  • Standard für Reinigungstätigkeiten und Abfallentsorgung (S. 11)

Bitte beachten Sie besonders die allgemeinen Hygieneempfehlungen (Empfehlungen zu Desinfektionsmitteln, Hände- und Flächendesinfektion sowie persönlicher Schutzausrüstung) auf den Seiten 12 - 15.

Die Empfehlungen der Bundesapothekerkammer für notwendige Ergänzungen zu Reinigungs-, Desinfektions-, Hautschutz- und Händehygieneplänen während der COVID-19-Pandemie finden Sie hier.

Mitarbeiter mit Krankheitszeichenwie z.B. Fieber, Husten oder/und Atemnot, Schüttelfrost haben die Tätigkeit abzubrechen und telefonisch Kontakt mit ihrem Hausarzt aufzunehmen.

Ein Mitarbeiter Ihrer Apotheke hatte Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten, hat aber keine SymptomeIn diesem Fall soll der Mitarbeiter unverzüglich telefonisch Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt aufnehmen und den Anweisungen des örtlichen Gesundheitsamtes Folge leisten. Wir empfehlen, den Mitarbeiter bis zur Anweisung durch die Behörde nicht mehr in der Apotheke zu beschäftigen.

Positiv getesteter MitarbeiterEin positiv getesteter Mitarbeiter darf keinesfalls mehr in die Apotheke kommen. Setzen Sie sich umgehend mit dem Gesundheitsamt in Verbindung, um zu erfahren, welche Maßnahmen zu treffen sind.

Informieren Sie im Fall einer Schließung der Apotheke auch die Apothekerkammer Nordrhein unter notdienst@aknr.de, um u.a. die Notdienstversorgung sicherstellen zu können.

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Ansprechpartner

Dr. Stefan Derix

Geschäftsführer

Tel.: 0211 83 88 - 100

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Dr. Constanze Schäfer MHA

Leiterin der Abteilung Aus- und Fortbildung

Tel.: 0211 83 88 - 151

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Dr. Sabine Viefhues

Pharmazeutisches und Publikationen

Tel.: 0211 83 88 - 183

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