Vor-Ort-Apotheken-Stärkung(sgesetz) - aber richtig!
Präsident Dr. Armin Hoffmann und Vizepräsidentin Kathrin Luboldt

Vor-Ort-Apotheken-Stärkung(sgesetz) - aber richtig!

Kategorien: Pressemeldungen

Die XVII. Kammerversammlung der Apothekerkammer Nordrhein fordert den Gesetzgeber auf, ein Gesetz zur wirkungsvollen Stärkung der Vor-Ort-Apotheken in das Gesetzgebungsverfahren einzubringen und in Kraft zu setzen.

Dieses muss – im Gegensatz zum aktuell vorliegenden Entwurf des Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetzes (VOASG) – als absolute Priorität den Patienten vor Qualitätsverlusten in der Arzneimittelversorgung schützen. Solche sind das Ergebnis eines falsch verstandenen Preiswettbewerbs im Gesundheitssystem und dienen nicht den Interessen der Patienten.

Pharmazeutische Kenntnisse und Dienstleistungen und damit die heilberufliche Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker müssen gestärkt werden. Die bestehende überbordende Bürokratie in den deutschen Apotheken und die Ungerechtigkeiten bei der Preisgestaltung im Zusammenhang mit ausländischen Arzneimittelhändlern müssen korrigiert werden.


Die Leistung der Apotheken während der Corona-Pandemie muss gewürdigt und die durch die entsprechenden Verordnungen definierten Vereinfachungen müssen in großen Teilen in die Regelversorgung übernommen werden.

Im Rahmen einer selbstbestimmten nationalen Gesundheitsgesetzgebung im europäischen Kontext muss eine flächendeckende Arzneimittelversorgung sichergestellt werden. Dabei sollte mit Mut vorangegangen werden.

Wenn der Schutz des Patienten vor falsch verstandenem Wettbewerb im Gesundheitssystem bedingt durch eine nicht vollständige Gleichpreisigkeit sowie die Sicherstellung der ordnungsgemäßen und flächendeckenden Arzneimittelversorgung nur durch ein Versandverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel herzustellen ist, dann muss ein solches Versandverbot Eingang in das Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheke finden.

 

Dokumente:

Resolution inklusive Begründung zur 3. Sitzung der XVII. Kammerversammlung der Apothekerkammer Nordrhein am 17.06.2020 (450 KB)

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