Achtung Depression – Apotheker in Nordrhein starten Aufklärungskampagne zum Thema „Schuppenflechte“

Achtung Depression – Apotheker in Nordrhein starten Aufklärungskampagne zum Thema „Schuppenflechte“

Kategorien: Pressemeldungen

Die auffällige Darstellung einer in sich gekehrten jungen Frau weist auf die neue Aufklärungskampagne der Apothekerkammer Nordrhein hin, die unter dem Motto steht: „Schuppenflechte, Du beherrschst mich NICHT“.
Depressionen können eine Folge der Erkrankung sein, da sich ein Großteil der Betroffenen für ihr Aussehen schämt. „Umso wichtiger ist es, Strategien im Umgang mit der Krankheit zu finden und sich nicht zu isolieren“, erklärt Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. Viele Apotheken in Nordrhein halten dazu spezielles Informationsmaterial sowie geeignete Pflegeprodukte bereit.

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche, erblich veranlagte Hauterkrankung. Sie ist keine Infektionskrankheit, sondern zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Die Ursache ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Während sich gesunde Haut innerhalb von vier Wochen erneuert, findet dieser Prozess bei Psoriatikern innerhalb von drei bis vier Tagen statt. Heilung gibt es für Betroffene mit Schuppenflechte bisher nicht. Doch können ihnen wirksame Therapien Linderung verschaffen.

Zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an Schuppenflechte. Damit zählt Psoriasis zu den häufigsten, chronischen Erkrankungen der Haut. 30 bis 40% der Betroffenen haben Familienmitglieder, die ebenfalls an Psoriasis leiden. Vererbung spielt also eine erhebliche Rolle bei der Hauterkrankung. Eine Ansteckung ist bei Psoriasis ausgeschlossen. Betroffene können die Schuppenflechte nicht auf andere Menschen übertragen.

Als neue Therapie ist der Einsatz von sogenannten Biologika möglich. Es handelt sich dabei um eine neue Gruppe von Medikamenten, die der Arzt einsetzen kann, wenn andere Therapieoptionen nicht in Frage kommen oder unwirksam sind.

Neben der medikamentösen Therapie sollten Psoriasis-Patienten täglich genug Zeit für die Hautpflege einplanen. Das gilt auch für Phasen ohne akute Beschwerden und wenn die Haut gerade gesund erscheint. Eine gute Basispflege kann die starke  Schuppenbildung hemmen. Danach sollten die Patienten je nach akutem Hautzustand ein individuell geeignetes Pflegeprodukt auftragen.

Zu allen Fragen rund um das Thema Autoimmunerkrankungen, insbesondere Schuppenflechte, informieren die Apotheker in Nordrhein in persönlichen und diskreten Beratungsgesprächen. Alle wichtigen Fragen werden beantwortet. So z. B.: Welche Therapiemöglichkeiten kommen für mich in Frage? Welche Präparate eignen sich für welche Phase der Erkrankung? Wie wende ich Pflegeprodukte richtig an? Muss ich einen Arzt aufsuchen?

„Sollte ein Patient bereits in ärztlicher Behandlung sein, wird bei Einlösen des Rezeptes in der Apotheke vor Ort umfassend und persönlich über die korrekte Einnahme der Medikamente und die Vermeidung von möglichen Wechselwirkungen mit anderen Arznei- und Lebensmitteln informiert“, erklärt Lutz Engelen.

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