Abgabe kostenloser FFP2-Masken: Schlangen und Gedränge unbedingt vermeiden

Abgabe kostenloser FFP2-Masken: Schlangen und Gedränge unbedingt vermeiden

Kategorien: Pressemeldungen

Düsseldorf, 15. Dezember 2020. Heute startet die Abgabe kostenloser FFP2-Masken an Risikopatien-ten in den über 2.000 Apotheken in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf. Die entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums wurde gestern veröffentlicht und tritt heute in Kraft. „Keinesfalls darf es zu einem Run auf die Apotheken kommen“, erklärt der Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, Dr. Armin Hoffmann. „Denn viele Menschen in einer vergleichsweise kleinen Apotheke – das widerspricht allem, was in dieser Pandemie-Situation sinnvoll ist.“

Patienten, die mindestens 60 Jahre alt sind, erhalten zunächst drei Masken gegen Vorlage des Personalausweises. Frauen mit Risikoschwangerschaft, Menschen mit schweren Lungenerkran-kungen, Diabetes Typ-2, Herz- oder Niereninsuffizienz, aktiver Krebserkrankung oder Demenz sind beispielsweise ebenfalls bezugsberechtigt. Da die Apotheken im Land die Verteilung der Masken sehr kurzfristig in einem Kraftakt auf die Beine stellen müssen, bittet die Apothekerkammer Nordrhein die Bevölkerung darum, einige Verhaltenstipps zu beherzigen. Denn nur so könne diese herausfordernde Situation gut bewältigt werden.

  • Warteschlangen und Gedränge vermeiden: Bitte gehen Sie deshalb möglichst nicht sofort in die Apotheke. Bis zum 6. Januar 2021 erhalten Bezugsberechtigte zunächst drei FFP2-Masken oder Masken vergleichbarer Qualität kostenlos. Bei einer Abgabe weiterer Masken im Januar und Februar 2021 wird eine Eigenbeteiligung von 2 Euro pro 6 Masken erhoben, für die alle Bezugsberechtigen persönliche Bezugsgutscheine erhalten.
     
  • Nachweis der Berechtigung: Personen über 60 Jahre weisen ihre Berechtigung durch den Personalausweis nach. Andere Personen, die aufgrund von Erkrankungen zum berechtigten Personenkreis gehören, weisen diese Berechtigung durch eine Eigenerklärung in der Apotheke nach. Zu diesen Erkrankungen und Risikofaktoren gehören: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale, chronische Herzinsuffizienz, chronische Niereninsuffizienz, eine zerebrovaskuläre Erkrankung, insbesondere Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2, Demenz, aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankungen oder stattfindende oder bevorstehende Therapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann, stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation, Risikoschwangerschaft oder Trisomie 21.
     
  • Mitmenschen unterstützen: Wer als Risikopatient nicht selbst in die Apotheke kommen kann, darf sich die Masken auch abholen lassen. Die Abgabe erfolgt dann nach Vorlage einer Vollmacht und des Personalausweises der berechtigten Person.
     
  • Gehen Sie möglichst in Ihre Stammapotheke: Dort sind die Bürgerinnen und Bürger bereits bekannt und die Apotheke kann sich besser auf die Menge der benötigten Masken einstellen.
     
  • Halten Sie sich an die Vorgabe der Apotheken: Um den Ansturm zu bewältigen, können Apotheken bestimmte Zeitfenster für die Maskenabgabe vorgeben. Auch eine Maskenabgabe durch ein Fenster oder in einem Pavillon / Stand an der Apotheke ist denkbar, um die weiterhin geltenden Abstandsregeln einzuhalten. Bitte halten Sie sich an die Anweisungen der Apotheken, damit das Team und Sie so gut als möglich geschützt sind.
     
  • Bleiben Sie fair: Die Situation der Beschaffung der Masken und die Verteilung stellt die Apotheken vor eine große Herausforderung. Zeigen Sie bitte Wertschätzung für diese Anstrengung und bleiben Sie bitte auch verständnisvoll und höflich, wenn es bei den Masken zu Lieferengpässen kommen sollte. Ihre Apotheke wird alles tun, um möglichst schnell Nachschub zu bekommen.
     
  • Bitte bleiben Sie ehrlich: Die Apothekerschaft muss auf Ihre Solidarität setzen – holen Sie sich nur die Ihnen zustehenden Masken, damit die Masken für alle Risikopatienten ausreichen.
     
  • Keine Umsonst-Masken im Nacht- und Notdienst: Die Abgabe der FFP2-Masken an die berechtigten Personenkreise findet tagsüber und gegebenenfalls nur zu den von der Apotheke angegebenen Zeiten statt. Eine Abgabe im Nacht- und Notdienst der Apotheken ist nicht vorgesehen.

Die rasche Versorgung der Menschen mit FFP2-Masken ist in höchstem Maße anspruchsvoll. Die Apothekerschaft nimmt diese Aufgabe sehr ernst und beteiligt sich gewissenhaft an diesem wichtigen Beitrag zum Schutz der besonders gefährdeten Personengruppen. Ein möglichst reibungsloser Ablauf kann aber nur gelingen, wenn alle Beteiligten im Sinne der Sache mitwirken.


Die Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln war und ist in der Corona-Pandemie im Kammerbe-zirk Nordrhein bisher zu jeder Zeit sichergestellt. Dazu gehört auch der Bezug von FFP2-Masken in einem üblichen Rahmen. „Die Apotheken leisten hier trotz der widrigen Umstände wirklich hervorragende Arbeit“, erklärt Kammerpräsident Dr. Hoffmann. „Wenn allerdings innerhalb weniger Tage auf einmal Millionen Masken geordert und die Abgabe koordiniert werden muss, dann stellt das ein ohnehin schon am Anschlag arbeitendes System vor eine große Herausforderung. Auch diese werden wir gemeinsam meistern – wir schaffen das.“

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